Rauchmelder retten Leben

In Deutschland gibt es jährlich über 200.000 Brände, mit über 6.000 Brandverletzten und rund 500 Toten, davon 50 Kinder; fast alle Brandopfer sterben nachts – sie werden von einem Brand im Schlaf überrascht und kommen nicht durch die Flammen, sondern durch den hoch- giftigen Brandrauch ums Leben.

Nachts schläft der Geruchssinn – so kann ein Fernseher im Standbybetrieb erst mal vor sich hinkokeln und die Luft vergiften, ohne dass es jemand merkt. Giftiger Rauch und tödliches Kohlenmonoxid wecken nicht, sondern führen rasch zur Bewusstlosigkeit.
100 Gramm Schaumgummi z.B. eines Sofas reichen im Brandfall aus, um einen Raum von der Größe eines normalen Wohnzimmers mit tödlichem Rauch zu füllen.
Feuerwehrleute schützen sich im Einsatz durch Atemschutzgeräte – diese Möglichkeit haben die vom Brand betroffenen Mitbürger nicht! Die einzige wirksame Hilfe sind Rauchmelder.
Die Geräte für Privathaushalte funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip; sie haben eine Art Lichtschranke eingebaut. Wenn Rauch in die Messkammer eindringt, löst das Fotoelement einen Alarmton von 85dB/3m aus.
In Deutschland haben nur etwa 7% der Haushalte einen Rauchmelder installiert – in Schweden 70 % der Haushalte – dort ging die Zahl der Brandtoten um 50 % zurück!

 

Die Geräte sind nicht teuer; qualitativ hochwertige Rauchmelder kosten rund 25 Euro.
Wichtig ist: nicht gleich das erstbeste Gerät kaufen, sondern Rauchmelder, die das VdS- Sicherheitszeichen – EN ISO 12239 – haben (Prüfsiegel vom Verband der Sachversicherer). Das CE-Zeichen reicht nicht aus; es bedeutet nur, dass das Gerät mit den europäischen Normen übereinstimmt.
Die Hersteller gewähren bis zu fünf Jahren Garantie.

Freitag, der 13. ist in Deutschland längst kein Unglückstag mehr, sondern bereits zum sechsten Mal bundesweiter Rauchmeldertag. Feuerwehren und Schornsteinfeger klären an diesem Tag über den lebensrettenden Nutzen von Rauchmeldern auf. Vor allem nachts, wenn der Geruchssinn schläft, erweisen sich die kleinen Geräte als Lebensretter. Sie erkennen den Brandrauch frühzeitig, warnen die Bewohner und schenken so lebensrettende Minuten. Am diesjährigen Rauchmeldertag appelliert außerdem das Forum Brandrauchprävention in der vfdb an die Verbraucher, gekaufte Rauchmelder auch richtig zu installieren.

„In Deutschland sind durchschnittlich ein Drittel der Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet. In vielen Bundesländern wird die Ausstattungsquote aufgrund der neuen Gesetzgebung in den nächsten Jahren zwar weiter steigen“, erläutert Christian Rudolph, Vorsitzender des Forum Brandrauchprävention in der vfdb, „allerdings kann ein Rauchmelder nur dann Leben retten, wenn er richtig installiert ist.“

Rauchmelder im Schrank?
Zu den wichtigsten Kriterien einer fachgerechten Installation gehört, dass ein Rauchmelder unter der Zimmerdecke, möglichst in der Raummitte montiert wird, dabei immer in waagerechter Position. Der verhängnisvollste Fehler ist Nachlässigkeit. Ein Rauchmelder im Schrank oder in der Schublade ist wertlos, auch auf den Schrank gehört das Gerät nicht. Verbraucher installieren Ihre Rauchmelder am besten gleich nach dem Kauf ohne wertvolle Zeit zu verlieren.
Rauchmelder sollten mindestens in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren installiert werden. Eine Installation optischer Rauchwarnmelder in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf und Staub entsteht (Küche, Bad, Hobbykeller), ist hingegen zu vermeiden.
Alle Informationen zum Thema Brandschutz und Rauchmelder finden Verbraucher bei Ihrer örtlichen Feuerwehr und unter www.rauchmelder-lebensretter.de

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